20. Juni Sommersonnenwende / Mittsommer

Nun die Sonne soll vollenden

Ihre längste, schönste Bahn,

Wie sie zögert, sich zu wenden

Nach dem stillen Ozean!

Ihrer Göttin Jugendneige

Fühlt die ahnende Natur,

Und mir dünkt, bedeutsam schweige

Rings die abendliche Flur.

 

Nur die Wachtel, die sonst immer

Frühe schmälend weckt den Tag,

Schlägt dem überwachten Schimmer

Jetzt noch einen Weckeschlag;

Und die Lerche steigt im Singen

Hochauf aus dem duft'gen Tal,

Einen Blick noch zu erschwingen

In den schon versunknen Strahl.

 

Ludwig Uhland (1787-1862), „Sonnenwende”

 

 

☀️🌿🧙‍♀️Heute ist der längste Tag des Jahres, danach werden die Tage wieder länger. 

 

Am heutigen Tag, wird die Nacht

zum Tag und mit etwas Glück besuchen uns Feen, Elfen und andere Fabelwesen. 

Um sie zu begrüßen stellt man ein kleines Glas Milch und Honig vor die Tür, als Dank beschützen

sie uns vor übellaunigen Wesen.

 

Die Kräuter haben in der Zeit bis zu Johanni eine große Heilkraft. Danach ziehen sich

ihre Kräfte langsam zurück in die Wurzel. 

Die Stängel verholzen und die Pflanze

bereitet sich auf den Winter vor.

 

🧙‍♀️🌿Für alle Kräuterhexen ist dieses Fest der Höhepunkt der Sammelzeit. Die Sonnenenergie ist am höchsten in ihnen, und besonders in der kalten dunklen Winterzeit sind das Pflanzen, die heilsam auf Seele und Körper wirken und ihr gespeicherte Sonnenenergie an uns abgeben. Da wo wir es am nötigsten haben.

 

Zu den bekanntesten Pflanzen gehört an erster Stelle das sonnendurchtränkte Johanniskraut, das vor allem antidepressiv wirkt und entzündungshemmend. Zu den Sonnenwendkräutern gehört auch noch Beifuß, Eisenkraut, Kamille, Holunderblüten, Schafgarbe, Gundelrebe, Blutwurz,Ringelblume, Königskerze, Kümmel, Rose.☀️🧙‍♀️

 

Rituale und Bräuche rund um das Fest:

❖ In der Nacht vor der Sommersonnenwende muss man die Blätter des Knoblauchs zusammenbinden, da sonst der Knoblauch in der Erde verschwindet.
❖ Die Königskerze wurde übers Bett gehängt und bei wem sie zuerst vertrocknete, der stirbt zuerst.
❖ Natürlich gibt es auch hier wieder ein Feuer. In das Feuer wurde immer mal Wasser reingeschüttet, damit man im nächsten Jahr genügend Regen hat.

 

Ich habe ein tolles Rezept bei Celticgarden gefunden, das werde ich dieses Jahr mal ausprobieren.

 

Rezept von CELTICGARDEN:

 

Die Zahl 9 war in dieser Zeit magisch und so wurde auch mancherorts Nesselkuchen mit neunerlei Kräutern gebacken:

Rezept für einen Nesselkuchen

Zutaten

 

   100g Brennessel- und Taubnesselblätter

   100g 7 verschiedene Kräuter

   100 g gemahlene Nüsse

   250 g Mehl

   125 g Zucker

   1/8 l Milch

   3 Eier

   1 Pk. Backpulver

   brauner Zucker

 

Zubereitung

 

Die Nesselblätter werden mit kochendem Wasser übergossen und ein paar Minuten in dem Wasser gelassen. Dann abtropfen lassen und klein schneiden. Die gemahlenen Nüsse hinzufügen und vermischen. Mehl, Zucker, Eier, Backpulver und Milch zu einem Rührteig verarbeiten und das Nesselblätter-Nuss-Gemisch hinzufügen und gut verrühren. Den Teig in eine gefettete Kastenform geben. Der Teig wird länglich nicht so tief aufgeschnitten und der braune Zucker hineingestreut. Nun ab in den Ofen damit und bei 150 – 175° C ca. 60 Minuten backen.

 

Räuchern zur Sommersonnenwende:

 

Zum Räuchern eignen sich die gesammelten Sonnenwendkräuter vom letzten Jahr. So gibt man die gesammelte Energie und Kraft vom letzten Jahr in unser Umfeld.

 

In meiner Kräutermischung vom letzten Jahr sind diese 7 Kräuter enthalten Holunder, Johanniskraut, Rose, Schafgarbe, Gundelrebe, Ringelblume und Beifuß. Zu den Kräutern gebe ich noch eine kleine Menge Harz dazu, ich finde das muss immer in einer Räucherung sein. Dafür nehme ich auch das Kiefernharz vom letzten Jahr. 

 

Die Räuchermischung werde ich dieses Jahr einfach mal in eine Butterbrotüte tun und mit in unser Sonnenwendfeuer schmeißen.

 

Einen kleinen Rest werde ich vorher abmachen und für das Räucherstövchen im Haus benutzen.

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