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Hirtentäschel, wenn die Erde uns gibt, was wir brauchen

Heute früh schaue ich in den Garten und traue meinen Augen kaum. Überall, wo gestern noch kahle Erde war, wächst plötzlich das zarte Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris). Das ganze Jahr über habe ich es nicht ein einziges Mal gesehen, und nun steht es da, als hätte es nur auf diesen Moment gewartet.

Ich musste schmunzeln, denn einmal mehr bestätigt sich:

 

Es wächst immer das, was wir gerade brauchen.

 

Das Hirtentäschel kleine Pflanze mit großer Kraft

 

Das Hirtentäschel gehört zu den unscheinbaren Heilpflanzen, die man leicht übersieht. Doch wer sie kennt, weiß, wie kraftvoll sie ist, besonders, wenn es um das Thema Blutung geht.

Traditionell wird sie eingesetzt bei zu starken Menstruationen, Zwischenblutungen oder auch Nachblutungen nach der Geburt. Schon Hildegard von Bingen schrieb über seine blutstillende und ausgleichende Kraft.

 

Und genau das passt gerade so wunderbar oder besser gesagt: so magisch synchron.

Denn meine letzte Menstruation war deutlich stärker als sonst. Und ausgerechnet jetzt, wo mein Körper nach Balance ruft, taucht das Hirtentäschel überall auf.

 

Also habe ich nicht lange gezögert obwohl ich eigentlich längst in meiner Wurzelzeit bin und keine Kräuter mehr sammle. Doch manchmal sind die Zeichen zu klar, um sie zu übersehen. Also habe ich heute eine Tinktur angesetzt  als Dank und als Begleitung für meinen Körper.

 

 

Der Vollmond am 7. Oktober und die Wellen in uns

 

Astrologisch betrachtet fällt diese Zeit perfekt ins Bild, so wie ich es gelesen habe. Der Vollmond am 7. Oktober stand unter starken emotionalen und körperlichen Energien. Vollmonde wirken auf den Wasserhaushalt und damit auch auf unseren Zyklus, unsere Hormone und unsere Gefühle.

 

Der Oktober-Vollmond, kurz nach der Tag- und Nachtgleiche, hat eine tiefe Reinigungsenergie getragen.

Er wollte Altes ausleiten, lösen, klären. Frauen berichten, dass sie rund um diesen Vollmond stärkere Blutungen oder intensivere Träume hatten. Der Körper nutzt solche Mondphasen, um buchstäblich loszulassen, was nicht mehr gebraucht wird auf körperlicher wie emotionaler Ebene. Mich hat genau das auch um den Neumond überrascht, alles das was sich zum Vollmond zeigt löst sich dann bei mir zum Zeitpunkt des Neumondes.

 

Das Hirtentäschel tritt dabei wie ein pflanzlicher Begleiter dieser Mondkräfte auf: Es hilft, den Übergang zwischen Loslassen und Stabilisieren zu meistern. Es stillt, was zu viel fließt, und bringt das System zurück in seine Mitte.

 

Ein Zeichen der Natur

 

Ich finde es immer wieder unglaublich spannend, wie feinfühlig die Natur mit uns kommuniziert.

Wenn ich den Garten als Spiegel meines inneren Zustands betrachte, dann zeigt mir das Hirtentäschel heute:

Du darfst loslassen, aber du darfst auch Halt finden.

 

Die Erde bringt hervor, was wir brauchen zur rechten Zeit.

Vielleicht wächst das Hirtentäschel gerade deshalb in meinem Garten, um mich daran zu erinnern, dass Heilung kein Zufall ist.

 

 

 

Mein Fazit

 

Ich nehme das Auftauchen dieser kleinen weißen Pflanze als Zeichen der Verbindung zwischen Körper, Mond und Erde.

Dass sie gerade jetzt in Fülle wächst, wo mein Körper nach Balance ruft, fühlt sich an wie ein stilles Nicken der Natur: Ich sehe dich. Ich unterstütze dich.

 

Und so steht auf meiner Fensterbank nun ein Glas mit frischem Hirtentäschelkraut

in Alkohol  eine Tinktur voller Dankbarkeit.

Ich bin gespannt, was sie mir in den kommenden Zyklen schenken wird.

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