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Erste Kräuterjagd im Frühling

Der Frühling zeigt sich endlich wieder von seiner grünen Seite –und damit beginnt für mich eine der schönsten Zeiten im Jahr: die Wildkräutersaison. Heute waren wir das erste Mal in diesem Jahr auf meiner liebsten „Kräuterbutter-Runde“ unterwegs. Diese kleine Strecke im Wald und am Wegesrand ist für mich jedes Jahr etwas ganz Besonderes, denn hier wächst alles, was ich für eine aromatische Frühlingskräuterbutter brauche.


Schon nach wenigen Minuten begegnet uns der erste Star des Frühlings: Bärlauch. Sein intensiver, knoblauchartiger Duft verrät ihn sofort. Die frischen, saftigen Blätter sind perfekt für Kräuterbutter, Pesto oder Suppen und gehören für mich einfach zum Frühling dazu. Beim Sammeln ist jedoch Vorsicht geboten, denn Bärlauch kann mit dem giftigen Aronstab oder auch mit Maiglöckchen verwechselt werden. 


Zwischen den Bärlauchpflanzen wächst auch Scharbockskraut, ein früher Frühlingsbote mit kleinen glänzenden Blättern. In kleinen Mengen können die jungen Blätter im Frühling gegessen werden und bringen eine leicht frische Note in Kräutergerichte. Besitzt ganz viel Vitamin C aber nach der Blüte giftig.


Ein weiteres Kraftpaket, das wir heute gesammelt haben, ist die Brennnessel. Sie gehört zu den nährstoffreichsten Wildpflanzen überhaupt. Ihre jungen Triebe eignen sich hervorragend für Kräuterbutter, Suppen oder Smoothies. Ein Teil unserer heutigen Ernte wird allerdings zu einem Brennnesselsirup verarbeitet ein überraschend frisches Getränk mit einer leicht grünen, kräuterigen Note.


Auch Giersch darf in der Frühlingsküche nicht fehlen. Viele kennen ihn nur als lästiges „Unkraut“ im Garten, dabei ist er ein wunderbares Wildkraut mit einem milden, leicht petersilienartigen Geschmack. In Kräuterbutter, Salaten oder als Spinatalternative ist er ein echter Geheimtipp.


Zwischen all dem Grün leuchten immer wieder die kleinen Veilchenblüten hervor. Sie sind nicht nur wunderschön anzusehen, sondern auch essbar. Die Blüten eignen sich hervorragend als dekorative und aromatische Ergänzung in der Frühlingsküche.


Etwas ungewöhnlicher wirkt vielleicht eine weitere Zutat unserer Kräuterbutter: Fichtennadeln. Die Nadeln haben ein wunderbar frisches, leicht zitroniges Aroma und erinnern geschmacklich ein wenig an Wald und Harz. Ein Teil davon wird heute getrocknet und später zu einem Waldpulver verarbeitet ein aromatisches Gewürz, das hervorragend zu Kartoffeln, Gemüse oder Butter passt oder ganz verrückt auf eine Quarkspeise.


Abgerundet wird unsere Sammlung durch Schafgarbe, eine traditionelle Wildpflanze mit leicht würzig-bitterem Geschmack. Sie bringt Tiefe in Kräuterbutter und passt auch gut in Tees oder Kräutersalze.


Aus all diesen frischen Zutaten entsteht nun unsere Frühlingskräuterbutter eine Mischung aus dem Besten, was die Natur gerade zu bieten hat. Für mich ist das Sammeln dieser Kräuter jedes Jahr ein kleines Ritual. Es verbindet Bewegung in der Natur, Aufmerksamkeit für die Pflanzen um uns herum und die Freude daran, aus einfachen Dingen etwas Besonderes in der Küche zu machen.....und dann auch einfach Familienzeit.


Der Frühling hat gerade erst begonnen und ich bin gespannt, welche Schätze uns die Natur in den nächsten Wochen noch schenken wird.

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