Wildes schnelles Mittagessen

Heute war einer dieser ganz normalen Tage.

Ich kam aus dem Laden nach Hause, hungrig, etwas müde, und fragte mich: 

Was esse ich jetzt eigentlich? 


Auf Brot hatte ich überhaupt keine Lust. Also schaute ich in die Küche und entdeckte noch Nudeln.


Während das Wasser kochte, ging ich einfach in den Garten. Ohne großen Plan. Ich begann zu sammeln, was gerade da war und mich anlachte: Brennnessel, Estragon, Spitzwegerich, Schafgarbe, Frauenmantel, Brombeerblätter, Gänseblümchen usw.


Wilde Kräuter, kleine Heilpflanzen, alltägliche Wunder.


Ich mag diese Momente sehr.

Wenn der Garten nicht nur schön aussieht, sondern tatsächlich nährt.

Wenn Essen nicht kompliziert sein muss.

Wenn aus einem „Ich weiß gar nicht, was ich essen soll“ plötzlich etwas richtig Besonderes entsteht.


Und wenn man darüber nachdenkt, was in all diesen Kräutern steckt: Vitamine, Mineralstoffe, Bitterstoffe und so viele wertvolle Pflanzenstoffe, dann fühlt sich dieses einfache Essen plötzlich wie etwas richtig Kostbares an. 


Drinnen habe ich alles zusammen mit Olivenöl, einer Handvoll Nüssen, etwas Bergkäse, Pfeffer und meinem "Alles in Butter" Gewürz zu einem Pesto verarbeitet. Kein Rezept, kein Abmessen. Einfach nach Gefühl und genau das liebe ich daran.


Dieses Pesto schmeckt jedes Mal anders, weil der Garten jeden Tag anders ist. Mal würziger, mal milder, mal wilder. Aber immer lebendig.

Für mich hat das etwas Magisches nicht im magie Sinn, sondern in dieser einfachen Erinnerung daran, dass so viel direkt vor unserer Haustür wächst. Dass Nahrung nicht perfekt sein muss. Dass Kreativität oft genau dann entsteht, wenn man aufhört, alles kontrollieren zu wollen.


Vielleicht ist genau das für mich echter Luxus geworden: Ein Teller Nudeln.

Warme Sonne auf der Haut (okay zu warm mag ich auch nicht).

Ein Garten voller Kräuter und das Vertrauen, dass daraus schon etwas Gutes entstehen wird.

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